Peru´ s Norden

Ersteinmal muss ich leider alle enttäuschen, die nur hier sind, zum Bilder angucken! Mein Laptop und die SD-Karte arbeiten gerade nicht zusammen, daher gibt es diesmal kaum Bilder (ein paar wenige hab ich noch auf dem Laptop…). Ich füge sie aber, spätestens wenn ich wieder in Deutschland bin, nachträglich ein!

20.1-27.1.2017

Am Freitag dem 20. Januar bin ich von Cusco nach Trujillo geflogen! 16:40 Uhr gings in Cusco los und mit einem Zwischenstop in Lima, kam ich gegen 21:30 Uhr in Trujillo an. Dort bin ich dann mit Taxi in die Innenstadt gefahren, wo ich das Hotel Colonial fand. Nach ein paar armen Blicken bekam ich ein Einzelzimmer für 50 Sol (rund 14 €) im obersten Stock. Inkl. TV, Ventilator und Badezimmer. Normalerweise hätte das wohl 100 Sol gekostet. Das Hotel war richtig verwinkelt mit sehr vielen Zimmern, aber sehr dicht zum Plaza del Armas.
Da das Wifi im Hotel mal wieder nicht mit meinem Laptop zusammenarbeiten wollte, bin ich zum Frühstück am 21.1 zu einem Café mit WIFI: Cafe van Gogh. (Der Besitzer war Holländer.) Danach habe ich mir eine Tour gesucht um ChanChan, Huacas del Sol y Luna und zwei weitere historische Stätten an einem Tag sehen zu können! Man kann das ganze auch allein machen, dann braucht man aber etliche Taxis, so habe ich 35 Sol (nach starken Verhandlungen, habe aber gehört im Hostel hätte es nur 25 Sol gekostet) bezahlt und wurde inkl. einem spanisch-sprechendem Guide überall hingefahren. Den restlichen Tag habe ich auf Grund der Hitze in meinem Zimmer ausgeruht! Von Cusco´ s ca. 18°C zu 35°C über Nacht, war ziemlich anstrengend.
Am Sonntag dem 22.1.2017 bin ich dann also auf die oben beschriebene Tour gegangen. Zuerst ging es zum Tempel Esmeralda, wo es ein paar echt anhängliche Peruanische Nackthunde gab, danach zum Tempel Iris, anschließend zum kleinem Museum von ChanChan, ehe es richtig nach ChanChan ging! ChanChan war eine im 13.Jh gebaute Stadt der Chimú-Kultur aus ungebrannten Ziegelsteinen. Mit einer Größe von 28 km² ist sie die größte Ruinen-Stadt in Peru und völlig unterschiedlich zum Baustil der Inkas. In der Vergangenheit hat es an Perus Küste kaum geregnet, weshalb die komplette Küstenregion von Peru eine große Wüste ist. Seit aufkommen des „El Nino“-Phänomens hat sich das geändert. Besonders bei Regenfällen in den 80ern wurden große Teile von ChanChan zerstört. Die bisher ausgegrabenen Teile des Palastes (es gab wohl über 9 Paläste) werden daher mit Dächer geschützt. Nach ChanChan sind wir nach Huanchaco gefahren, einem kleinen Küstenort ganz in der Nähe von Trujillo, wo die Tour eine Mittagspause machte und ich mich auf dem Pier wiederfand. Sehr viele Leute haben dort vom Pier geangelt, mit ziemlich primitiven Brettchen, wo eine Angeschnur mit Harken drumgewickelt war. Als Köder wurden lebende Barneckels oder kleine Krebse verwendet! Nach der Pause ging es dann zur Huaca de la Luna, was soviel wie Mond-Pyramide bedeutet und ein Überbleibsel der Moche-Kultur aus dem 14 Jh. ist. Es gibt auch noch die Huaca del Sol (Sonnen-Pyramide) aber dort finden grad Untersuchungen statt und daher ist sie gesperrt (angeblich! Ich habe jedenfalls keine Ausgrabungen gesehen). Die Huaca de la Luna besteht aus mind. 5 Tempeln aus Ziegeln die übereinander gebaut wurden. Jedesmal wenn ein Herrscher gestorben ist, wurde ein neuer Tempel obendrauf gebaut, in der selben Form, mit annähernd den gleichen Mustern und Farben. Sie haben teilweise die unteren Tempel freigelegt und man kann immer noch super-schöne Orginalfarben sehen! Sehr beeindruckend! Aber auch dieser Tempel wird vom immer häufigeren Regen beschädigt. Zum Glück bauen sie nach und nach überall Dächer drüber.
Am Tag darauf, bin ich dann mit dem Bus nach Chiclayo gefahren, von wo ich mit einem Collectivo zum nahen Strandort Pimentel gefahren bin! Dort sollte es nur eine Unterkunft laut Lonley Planet geben (ich glaub das stimmte auch!) dem Hostel Garuda. Dort war ich am Folgetag mit Claudia und Kiki verabredet, die ich beide vom HopBus und von mehrmaligen Treffen in Cusco kenne. Also hab ich im Hostel Garuda nach einem Einzelzimmer für 1 Nacht und einem Dreierzimmer für die 2 folgenden Nächte gefragt. Die 1. Antwort war: Einzelzimmer kostet 70 Sol! Ich war überrascht, laut Lonley Planet sollte es nur 35 Sol kosten! Ich hab dann auf jemanden gewartet der Englisch sprach und der hat mir dann die 2 Optionen gegeben: Einzelzimmer für 45 Sol und dann die zwei Folgenächte ein Dreierzimmer für 90 Sol (30 Sol für jeden) oder ich kann in ein Appartment für 50 Sol die 1. Nacht und dann für 150 Sol jeweils die zwei weiteren. Per Whats app entschieden wir uns dann für das Appartment! Ich war ziemlich skeptisch, weil das ziemlich billig klang! Und das war es auch! Normalerweise hätte das Appartment wohl 350 Sol pro Nacht gekostet und ich bekam es für 50 Sol (für mich alleine!). Als mir das Appartment dann gezeigt wurde, war ich überwältigt, das ist die beste Unterkunft die ich je auf dieser und der vorherigen Reise hatte! img_20170124_172513 Im 5. Stock eines 6-stöckigen Appartment-Hauses, direkt an der Strandpromenade mit großartiger Aussicht über die Promenade, den Strand, das Wasser und den Pier! Nach Pimentel zu kommen, war eine der besten Entscheidungen in meinem Leben! Das Appartment hatte 4 Schlafzimmer (für 7 Personen), 3 Badezimmer, 2 Fernseher, einem großen Wohn- und Esszimmer, einer Küche (inkl. Hausgast unter der Spüle, aber wir wahren in Peru…la Cucaracha!!!) und nicht zu vergessen diese großartige Aussicht! img_20170124_201527
Am Dienstag dem 24.1 habe ich mit dieser großartigen Aussicht meinen vorherigen Blog-Eintrag geschrieben und bin anschließend über die Seebrücke spaziert. Die war so lang, das man bestimmt 10 min. bis zum Ende brauchte. Gegen 17 Uhr habe ich dann Claudia und Kiki vom Hostel Garuda abgeholt und auch sie waren vom Appartment begeistert! Wir haben dann vor dieser super Aussicht, bei Sonnenuntergang Abendbrot gegessen!
Den 25.1 haben wir dann genutzt um auszuschlafen, gemütlich zu frühstücken (endlich mal wieder selber kochen) und danach nach Lampayeque zu fahren. Dort lag der eigentlich Grund, der uns in diese Gegend von Peru verschlagen hat: Das Museum Templo del Sipan! Dieses Museum wurde gebaut, weil sie in Sipan (ca. 2h nordöstlich von Chiclayo) einen Tempel mit 13 Gräbern gefunden hatten, die noch nicht von Grabräubern ausgeraubt wurden. Dort wurde sehr viel Gold, Töpferware und Prister-Skelette gefunden. Dieses Museum wurde so aufgebaut, das die Besucher in der Reihenfolge alles sehen, wie die Archäologen es entdeckt hatten! zB die verschiedenen Kleidungsschichten aus Gold, Perlen und Tuch nebeneinander und nicht alles Gold in einem Raum und alles Tuch in einem anderen. Man fühlte sich selber halb wie ein Archäologe! Ein sehr gutes Museum, nur zu empfehlen!
Am 26. mussten meine zwei Mitbewohner dann nach Lima fliegen, wovon sie am Folgetag dann zurück in die Schweiz bzw. USA aufbrachen. Ich machte mich auf, mit einem Bus nach Mancora. Dem absoluten Surfer-Paradies in Nordperu! Als ich Abends ankam, war das beste Hostel großteils voll und ich bekam ein kleines muffiges Zimmer (immerhin für nur 30 Sol in der Hauptsaison) im Hotel Sol y Mar. Gegen 20 Uhr fiel der Strom in ganz Mancora aus (Nie ist ein Papa da, wenn man ihn mal braucht! ;-P ), gerade als ich zum Abendessen los wollte! Ich hatte also die Wahl zwischen Restaurant mit Feuerofen oder laut-brummendem Generator. Ich entschied mich für eine kleine Pizzeria direkt am Ausgang des Sol y Mar. Bei Kerzenschein aß ich dann ganz romantisch, alleine meine Pizza…
Den 27.1 begrüßte ich mit einem Sprung in den Pazifik, der war hier zum Glück nicht so kalt wie in Kanada, hatte aber einen starken Wellengang. Mancora ist halt ein Surferparadies und kein Schwimmparadies. Die Riptide war sehr stark und man konnte gerade mal bis zum Bauch ins Wasser gehen oder man wurde gnadenlos von den Wellen umgekickt! Den restlichen Tag ruhte ich aus, suchte einen Bus für meinen nächsten Ort, laß und war shoppen… Im großen und ganzen war Mancora mir zu laut und stressig, war halt Hochsaison für die Einheimischen.
Mein Weg nach Ecuador führte mich am 28.1 um 7:30 mit einem Collectivo nach Tumbes, wo ich erstmal 1,5 std. warten musste, ehe der Bus los ging (ich hatte aber direkt bis Cuenca in Ecuador bezahlt). Als der Bus der Firma Chifa dann endlich los fuhr, war er nur halb besetzt, das bedeutete das wir an der Grenze nicht so lange auf viele Leute warten mussten!
Gegen 11 Uhr am 28.1.2017 verließ ich Peru!

Perus Norden: 20.-28.1.2017
Unterkunft (8x): 360,00 Sol
Transport: 185,50 Sol + 140 € für den Flug
Eintritte und Touren: 57,00 Sol
Essen: 267,35 Sol
Souvenire: 79,00 Sol
Sonstiges: 56 Sol (zB Sonnencreme und Aftersun)

1 Sol = 0,29 €; 1€ = 3,45 Sol

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